Vor-Ort-Aktion in Stuttgart:

CDU-Regionalfraktion informiert sich über die U6 und das Wohnbauprojekt „Seepark am Probstsee“

Dipl.-Ing. Wolfgang Arnold, technischer Vorstand der SSB AG, und der Projektleiter Markus Wittmann führten die Anwesenden in das für den Stuttgarter Stadtteil wichtige Infrastrukturprojekt ein. Nach einer langen Planungsphase und der 2006 abgeschlossenen Planfeststellung befindet sich die insgesamt knapp 3 km lange Bahnstrecke seit 2008 im Bau. Die Inbetriebnahme ist mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 geplant. Bis zur neuen vorläufigen U6-Endhaltestelle „Fasanenhof Schelmenwasen“ wurden ca. 1km neue Tunnelbauwerke gefertigt, davon zwei Drittel in offener und ein Drittel in bergmännischer Bauweise.

Nachhaltigkeit sei ein wichtiger Aspekt bei den Bauarbeiten, wie Projektleiter Wittmann erklärte: „Wir haben eine Natursteinmauer der Fahrrinne aus Steinen gefertigt, die beim Tunnelvortrieb gewonnen werden konnten. In Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart erforschen wir im Rahmen eines Geothermieprojektes die Möglichkeiten, aus den geologischen Begebenheiten Wärme und Kühlung von Einrichtungen am Europaplatz durchzuführen.“

Wolfgang Arnold klärte nach einer Tunnelbesichtigung die Teilnehmer der Vor-Ort-Aktion über die „hard facts“ des Schienenbauprojektes auf. Demnach belaufen sich die Investitionen zur Fortführung der U6 auf eine Größenordnung von 80 Mio. Euro, die anteilig von Bund, Land und SSB finanziert werden müssen. Arnold ging auf eine mögliche Fortführung der U6 bis zur Messe ein und zeigte die verschiedenen Varianten auf. „Die Entscheidung über den möglichen Endhaltepunkt Messe für die U6 liegt allerdings beim Landkreis Esslingen, die SSB würde dafür gerne die Planung übernehmen“, so Arnold weiter.

In dem Referat wurde auch deutlich, dass die U6-Fortführung im Zusammenhang mit der S-Bahn-Fortführung von Bernhausen nach Neuhausen gesehen werden müsse. Dies unterstrich auch Regionalpräsident Thomas Bopp MdL: „Die beiden Projekte U6 und Fortführung der S2 müssen zusammen betrachtet werden, weil sie Umsteigeverbindungen erlauben, die in Anbetracht des neu entstehenden Filderbahnhofs von großer Bedeutung für die gesamte Raumschaft sind.“ Es mache aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen nur Sinn, Neuhausen mit der S-Bahn anzuschließen, weil damit auch für die Zukunft die Möglichkeit bestehe, für eine S-Bahn-Verlängerung in den Raum Nürtingen alle Optionen offen zu lassen.

Die Mitglieder der CDU-Regionalfraktion informierten sich außerdem noch über das Wohnbauprojekt „Seepark am Probstsee“ der Häussler GmbH. Auf dem ehemaligen Gelände des Busherstellers Neoplan entsteht ein völlig neues Stadtquartier für Stuttgart-Möhringen mit 450 Wohneinheiten inklusive Kindertagesstätte und öffentlichen Grün- und Spielanlagen.

Unter dem Aspekt „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ trägt dieses neue Stadtquartier wesentlich dazu bei, in Nahlage zu ÖPNV-Haltepunkten und unter Berücksichtigung modernster Umwelttechniken Wohnraum auf 54.000 qm Geschossfläche zu schaffen. Da Möhringen bei 30.000 Einwohnern 36.000 Arbeitsplätze vorweisen kann, erhoffen sich die Investoren zudem, bisherige Pendler durch hochwertigen Wohnungsbau am Arbeitsort wohnhaft machen zu können.

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